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Lackierspezifikation / Visuelle Beurteilung / Dichtstoff

Stand Mai 2013

1.) Allgemein

Das Anstrichsystem muss die gestellten Anforderungen unter Einhaltung der vorgeschriebenen Verarbeitungsrichtlinien erfüllen.

2.) Lackierspezifikation

Grundsätzlich gilt die von Krapf & Lex mit dem Kunden vereinbarte Lackierspezifikation!

3.) Beurteilung von Sichtflächen

Die visuelle Beurteilung erfolgt nach folgenden Kriterien:

  • Betrachtungsweise mit bloßem Auge
  • Betrachtungswinkel zur Feststellung von Oberflächenstörungen ca. 90° zu der zu beurteilenden Fläche.
  • Lichtmenge mind. 500 Lux
  • Die zu betrachtende Fläche sollte frei von Oberflächenspiegelungen und direkter Sonneneinstrahlung sein.
  • Betrachtungsabstand ca. 1 Meter

Bei erkennbaren Oberflächenstörungen sind Hilfsmittel zur Beurteilung erlaubt (z.B. Skalenlupe).

3.1) Akzeptable Einschlüsse und Oberflächenstörungen  Beschichtungsverfahren  A, B und C im Sichtbereich

Komponenten mit großen Flächen: z.B. Türen, Klappen (Prüfformat DIN A3)

Beschichtungsverfahren >Ø 0,8 mm >Ø 0,4 mm leichte Schleifriffen kleine Poren kleine Dellen
A) Pulverbeschichten 4 8 x x x
B) Nasslack ohne Zwischenschliff 1 5      
C) Nasslack mit Zwischenschliff   3      

Komponenten mit kleinen Flächen: z.B. Lüftungsgitter (Prüfformat DIN A4)

Beschichtungsverfahren >Ø 0,8 mm >Ø 0,4 mm leichte Schleifriffen kleine Poren kleine Dellen
A) Pulverbeschichten 2 5 x x x
B) Nass/ Nasslackieren 1 3      
C) Nasslack mit Zwischenschliff   2      

Unzulässig sind außerdem:

  • Blasen, Kocher, Risse, Krater, Läufer, Absackungen, Spritzschatten
  • Unzulässige Oberflächenstörungen Beschichtungsverfahren B und C
  • OVERSPRAY auf der Decklackschicht

3.2) Beurteilung Struktur und Farbton im Sichtbereich

Struktur und Farbabweichung gemäß vom Kunden genehmigtem Freigabemuster.

3.3) Glanzgrad im Sichtbereich

Glanzgradmessung nach DIN 67530:  (Gerät Elcometer 401Novo Gloss  20°/60°) unter Berücksichtigung, dass Oberflächenstrukturen, wie z.B. Orangenhaut, in der laufenden Fertigung die Messwerte beeinflussen können.
Toleranzwert  + / -  5 GE    

4.) Beurteilung von Nichtsichtflächen: (Lackierung Rückseite )

Läufer, Absackungen: toleriert bis auf Dicht- und Anschraubflächen
Einschlüsse: 10 Einschlüsse Ø 0,5mm  / 4 Einschlüsse Ø 1,0 mm (Prüfformat DIN A3)
Overspray: toleriert im Bereich von Stäben, Winkeln und Stegen
Glanzgrad: keine Angaben und Messungen
Farbton: Farbtonabweichungen toleriert

5.) Schichtdicke

Schichtdickenmessung nach DIN 2360: (Gerät List Magnetik Typ 5 FN – ST)
Die Einzelschichtdicken (Eloxalschicht und  Pulvergrundierung) müssen einzeln gemessen werden.

Die definierten Schichtstärken für Pulver- und Nasslack können aufgrund der komplexen Geometrie unserer Komponenten nur in deren Außenbereich garantiert werden.

Durch den speziellen Eloxiervorgang wird aber stets ein vollflächiger und sehr hochwertiger Korrosionsschutz geschaffen.

6.) Dichtstoffe

Krapf & Lex verwendet (zwei) Standard-Dichtstoffe, die für alle Produkte im Außen- und Innenbereich eingesetzt werden können. Beide Stoffe sind überlackierbar und auf Haftung getestet.

  • Sikaflex 521 UV  (grau und schwarz)
  • Sikaflex 221  (grau)

Für alle von Krapf & Lex nicht überlackierte Dichtfugen wird Sikaflex 521 UV verwendet.
Für Sikaflex 221 und Sikaflex 521 UV liegen uns Haftungstest in Anlehnung an DVS 1618 für folgende Oberflächen vor:

  • Eloxiert
  • Aluminium gestrahlt
  • Pulvergrundiert mit IGP KORROPRIMER 30
  • Pulverlack Interpon D1036 in RAL 7016 und IGP-HWF 3001, 5903 in RAL 9006

Die bei der Verwendung von anderen Dichtmitteln oder Oberflächen (z.B. Pulverlacken) gegebenenfalls geforderten Testberichte über deren Haftung müssen zusätzlich berechnet werden.

Die Firma Krapf & Lex übernimmt für Dichtstoffe die vom Kunden vorgegeben werden keine Gewährleistung für deren Haftungseigenschaften. Wir gehen davon aus, dass diese vom Kunden getestet und frei gegeben sind.